Von Straßburg nach Kehl: Spaziergang über den Rhein

7 Min. Lesezeit

Illustrierter Reisender am Rhein an einem künstlerisch dargestellten Brückenzugang

Ein kurzer Spaziergang von Straßburg nach Kehl kann durch eine gemeinsame Landschaft auf beiden Seiten des Rheins führen. Beginnen Sie im französischen Jardin des Deux-Rives, überqueren Sie die Mimram-Brücke, erkunden Sie einen ausgewählten Abschnitt des deutschen Gartens und der Rheinpromenade und gehen Sie über dieselbe Brücke zurück. Das gegenüberliegende Ufer wird dabei zum Teil Ihres Parkerlebnisses.

Planen Sie ungefähr zwei bis drei Stunden ein, einschließlich Sitzpause und Rückweg. Dieser Vorschlag beginnt am Garten direkt am Rhein und nicht am Straßburger Münster. Die Anreise aus der Innenstadt, vom Hotel oder einem Bahnhof zum Ausgangspark sowie die Weiterfahrt danach benötigen zusätzliche Zeit.

Wählen Sie einen überschaubaren Ausflug zu beiden Ufern

Die einfachste Variante verbindet drei Eindrücke: den französischen Garten, eine Überquerung mit wechselnden Flussblicken und einen kurzen Spaziergang auf der deutschen Seite. Sie müssen dafür nicht ganz Kehl besichtigen. Planen Sie die Rückkehr über dieselbe Brücke von Anfang an als festen Teil des Ausflugs ein.

Dieser Weg passt zu einem Interesse an Landschaften, zeitgenössischer Brückenarchitektur oder dem Erlebnis, einen großen Fluss zu Fuß zu überqueren. Er kann Ihrer Städtereise auch einen Nachmittag mit mehr Zeit im Freien geben. Interessant ist vor allem die Beziehung zwischen den Ufern; eine lange Liste weiterer Sehenswürdigkeiten brauchen Sie dafür nicht.

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Überlegen Sie, wie viel Ihrer verfügbaren Zeit dem Garten und wie viel dem übrigen Straßburg gehören soll. Eine großzügige Pause auf der deutschen Seite kann reizvoller sein als ein zusätzliches Ziel. Der Spaziergang funktioniert als kleiner, vollständiger Ausflug mit Anfang und Ende im französischen Garten.

Beginnen Sie im französischen Jardin des Deux-Rives

Nehmen Sie den französischen Garten in der Nähe des Brückenzugangs als Ausgangsbereich. Orientieren Sie sich zunächst zum Fluss und zur sichtbaren Überquerung. Wählen Sie anschließend einen kurzen Abschnitt der ausgeschilderten öffentlichen Wege. So bekommt der Spaziergang einen klaren Anfang, ohne dass Sie sämtliche Gartenelemente zu einem Rundgang verbinden müssen.

Der grenzüberschreitende Garten wurde 2004 als gemeinsames Projekt zwischen Straßburg und Kehl eröffnet. Der Landschaftsentwurf von Rüdiger Brosk und die Brücke von Marc Mimram machten die Verbindung zwischen den Ufern unmittelbar erlebbar. Ein zuvor trennender Flussraum erhielt eine neue Rolle als gemeinsamer öffentlicher Ort.

Dafür müssen beide Seiten nicht gleich aussehen. Unterschiedliche Gartenräume können durch ihre Verbindung über das Wasser zu derselben Landschaft gehören. Beobachten Sie vom französischen Ufer aus, wie ein Weg oder eine offene Sicht Ihre Aufmerksamkeit auf die andere Seite lenkt. Der Rhein bleibt dabei ständig Teil des räumlichen Zusammenhangs.

Für die Orientierung und ausgewählte Wege mit Flussbezug können Sie ungefähr 20–30 Minuten ansetzen. Das ist eine redaktionelle Schätzung zum Ankommen im Landschaftsraum, keine Zusage, den gesamten französischen Garten zu sehen. Bleiben Sie auf den tatsächlich öffentlichen Zugängen und beachten Sie Hinweise, die den Weg zur Brücke betreffen.

Legen Sie vor der Überquerung fest, wo Sie im französischen Garten enden möchten. Falls Sie für die Weiterfahrt einen anderen Parkausgang brauchen, lassen Sie nach der Rückkehr Zeit für den Weg dorthin. Ein klarer Endpunkt hilft, den Parkbesuch von der anschließenden Fahrt nach Straßburg zu unterscheiden.

Überqueren Sie die Mimram-Brücke für Fußgänger und Radfahrer

Die gesuchte Verbindung heißt Passerelle des Deux-Rives und wird auch Mimram-Brücke genannt. Sie gehört zum Gartenprojekt und wurde 2004 eröffnet. Sie ist von der Straßenbrücke Pont de l’Europe und von der Straßenbahnbrücke zu unterscheiden. Dieser Spaziergang führt nicht entlang von Straßenbahngleisen.

Marc Mimrams Entwurf verwendet zwei geschwungene, von Seilen getragene Wege, die über dem Fluss zusammentreffen. Die Brücke ist damit mehr als eine direkte Linie zwischen zwei Zielen. Ihre wechselnden Ausrichtungen machen das Überqueren selbst zum Erlebnis. Wasser und Ufer verschieben sich dabei nach und nach in Ihrem Blickfeld.

Gehen Sie auf dem ausgeschilderten öffentlichen Fußweg und lassen Sie anderen genügend Raum. Die Brücke dient Fußgängern und Radfahrern. Stellen Sie sich den Brückenraum deshalb nicht als ausschließlich den Spaziergängern vorbehaltene Aussichtsterrasse vor. Für ein Foto wählen Sie eine zulässige Stelle, an der Sie den Durchgang frei halten.

Für den Hinweg mit einer kurzen Aussichtspause sind ungefähr 15–25 Minuten ein sinnvoller Ansatz. Das ist ein redaktioneller Zeitrahmen zum Schauen und keine Berechnung anhand einer gemessenen Gehgeschwindigkeit. Möchten Sie die Konstruktion länger betrachten oder ausführlicher fotografieren, ergänzen Sie diese Zeit, anstatt später durch den Garten zu eilen.

Illustrierter Reisender auf einem künstlerisch dargestellten Gehweg einer Schrägseilbrücke

Halten Sie dort inne, wo die Wege zusammenkommen

Der gemeinsame Bereich über dem Rhein erklärt die wichtigste architektonische Idee der Brücke. Zwei Wege treffen an einem Ort zusammen, an dem Sie anhalten und beide Seiten betrachten können. Aus der Verbindung entsteht ein eigener Aufenthaltsraum. Die Überquerung wird dadurch mehr als die Strecke von einem Ufer zum anderen.

Betrachten Sie das Verhältnis zwischen den Brückendecks, den feinen Seillinien und dem Wasser darunter. Um zu verstehen, wie die Konstruktion eine Aussicht rahmt, benötigen Sie kein technisches Verzeichnis. Schon ein kleiner Wechsel Ihrer Position kann verändern, wie sich die Seile überlagern oder wie viel vom anderen Weg sichtbar wird.

Schauen Sie anschließend über das Bauwerk hinaus. Von der Überquerung aus lassen sich die Ufer leichter als Teile derselben Landschaft erkennen. Deshalb lohnt es sich, den Spaziergang bis in den deutschen Garten fortzusetzen und nicht direkt nach dem ersten Brückenfoto umzudrehen. Der Blick von der anderen Seite ergänzt das räumliche Verständnis.

Diese Pause ist im Zeitansatz für den Hinweg enthalten. Sie ist kein weiterer Pflichtstopp mit eigenem Stundenplan. Bleiben Sie in den normalen öffentlichen Bereichen, lehnen Sie sich nicht über Geländer hinaus und blockieren Sie den Übergang nicht für einen interessanten Blickwinkel. Der Ort bleibt eine gemeinsam genutzte Verbindung.

Illustrierter Reisender mit Kamera an einem künstlerisch dargestellten Aussichtspunkt über dem Fluss

Wählen Sie auf der Kehler Seite einen Uferabschnitt

Gehen Sie in den deutschen Gartenteil und zur Rheinpromenade weiter. Öffentliche Wege, Bäume und Rasenflächen setzen den Ausflug schlüssig fort. Wählen Sie einen überschaubaren Hin- und Rückweg am Wasser oder eine kleine erlaubte Gartenrunde. Behalten Sie die Brücke als Orientierungspunkt für die Rückkehr im Blick.

Rechnen Sie für einen ausgewählten Abschnitt mit etwa 35–50 Minuten. Damit ist weder jedes Gartendetail noch eine vollständige Besichtigung von Kehl gemeint; beides ist auch nicht nötig. Achten Sie darauf, wie der Fluss von diesem Ufer wirkt und wie die Brücke aussieht, sobald sie zum Bestandteil des Ausblicks hinter Ihnen wird.

Lassen Sie außerdem Raum für eine Sitzpause von ungefähr 20–30 Minuten. Ein Getränk und ein kleiner Imbiss können ausreichen. Eine größere Mahlzeit oder eine Veranstaltung benötigt zusätzliche Zeit und eigene Absprachen. Durch die Pause wird das Flussufer zu einem Ort, an dem Sie sich aufhalten, statt es lediglich zu passieren.

Die Bepflanzung verändert den Eindruck je nach Jahreszeit, ohne dass der Besuch von einer bestimmten Blüte abhängen muss. Gewöhnliche Garten- und Flussansichten bilden den Kern. Ein Turmaufstieg, Wasserspiele, eine Bootsfahrt oder ein garantierter Platz im Café gehören nicht zu diesem kurzen Plan. Entscheiden Sie nach der tatsächlichen Situation, wo und wie Sie pausieren.

Illustrierter Reisender auf einer Bank in einem frei gestalteten Garten am Rhein

Kehren Sie grundsätzlich über dieselbe Brücke zurück

Gehen Sie auf den öffentlichen Wegen zur Mimram-Brücke zurück und überqueren Sie den Fluss zum französischen Garten. Der Rückweg über dieselbe Verbindung hält den Ausflug übersichtlich und eröffnet eine andere Perspektive auf die Konstruktion. Nun können Sie zum Ufer schauen, an dem alles begonnen hat, statt sich nur auf das nächste Ziel zu konzentrieren.

Für die Rücküberquerung und den Weg zu Ihrem französischen Parkausgang können Sie redaktionell etwa 20–35 Minuten einplanen. Passen Sie den Ansatz an Ihren tatsächlichen Ausgangspunkt an. Halten Sie diesen Zeitblock frei, auch wenn der deutsche Garten zum Bleiben einlädt. Die Route endet am Flusspark; die anschließende Weiterfahrt kommt noch hinzu.

Eine Rückfahrt mit der Straßenbahn können Sie gesondert prüfen. Die Linie D verbindet Kehl und Straßburg, doch Sie benötigen eine CTS-Verbindungsprüfung für Ihr Datum, die tatsächliche Haltestelle, einen gültigen Fahrschein und aktuelle Verkehrshinweise. Haltestellenweg, Wartezeit und Fahrt sind zusätzliche Planungsschritte. Nicht jeder regionale oder deutsche Fahrausweis gilt automatisch für diese Verbindung.

Für diesen kompakten Spaziergang bleibt die Rückkehr über dieselbe Brücke die Standardvariante. So liegt der Schwerpunkt auf der gemeinsamen Landschaft. Wählen Sie eine andere Rückfahrt erst dann, wenn deren tatsächliche Verbindung zu Ihrem Tag passt. Eine mögliche Verkehrsalternative muss nicht zum notwendigen Bestandteil des Gartenbesuchs werden.

Geben Sie dem Spaziergang einen flexiblen Zeitrahmen

Die folgenden Schätzungen beschreiben einen ausgewählten Garten- und Brückenspaziergang. Sie sind redaktionelle Planungsansätze, keine vermessene Route und keine Garantie für die Gesamtdauer. Langsameres Gehen, ein Umweg oder längeres Betrachten der Brücke können die Zeit verlängern. Ungefähr zwei bis drei Stunden bieten dafür einen flexiblen Rahmen.

Teil des AusflugsUngefährer Zeitbedarf
Orientierung und ausgewählte Wege im französischen Garten20–30 Minuten
Hinweg über die Brücke mit Aussichtspause15–25 Minuten
Ausgewählter Abschnitt im deutschen Garten und an der Rheinpromenade35–50 Minuten
Sitzpause20–30 Minuten
Rücküberquerung und Weg zum französischen Ausgang20–35 Minuten
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Rechnen Sie die Anreise zum Ausgangspark und die anschließende Weiterfahrt gesondert. Auch eine Dokumentenkontrolle, ein Umweg wegen einer Sperrung, schwieriges Wetter oder ein zusätzlicher Halt im Kehler Zentrum kann mehr Zeit verlangen. Ist der Nachmittag knapp, kürzen Sie den ausgewählten Promenadenabschnitt und bewahren Sie Zeit für Pause und Rückweg.

Prüfen Sie die Tagesbedingungen und trennen Sie weitere Ausflüge

Führen Sie gültige Reisedokumente mit und prüfen Sie die aktuellen Einreise- und Rückkehrbedingungen für Ihre Staatsangehörigkeit und Ihren Aufenthaltsstatus, da vorübergehende Grenzkontrollen möglich sind. Der gewöhnliche öffentliche Zugang zum Garten und zur Fußgängerbrücke ist kostenlos. Daraus folgt jedoch weder eine durchgehende Öffnung rund um die Uhr noch die Bestätigung, dass an Ihrem Datum jeder Zugang offen ist.

Beachten Sie tatsächliche Schilder und vorübergehende Einschränkungen. Wetter und Veranstaltungen können die Nutzung eines Außenraums verändern. Auch die Ausweisung als Fußgänger- und Radverkehrsverbindung bestätigt nicht jede Steigung, Oberfläche oder besondere Mobilitätsanforderung. Klären Sie konkrete Zugangsbedürfnisse gesondert; diese Übersicht ist keine vollständige Prüfung der Barrierefreiheit.

Für einen anderen Tag vergleicht unser Beitrag zur Wahl eines Straßburger Parks verschiedene grüne Umgebungen. Straßburg mit dem Fahrrad durch drei Stadtbereiche entwickelt einen eigenen Stadtausflug. Der Spaziergang durch das Europaviertel und die Orangerie zeigt eine andere Seite der europäischen Rolle der Stadt. Keiner dieser Wege ist eine verpflichtende Ergänzung des Rheinspaziergangs.