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# Zürichs zwei Botanische Gärten: Welcher passt zum Spaziergang?
- URL: https://roadme.io/blog/de/zuerich-zwei-botanische-gaerten-welchen-waehlen/
- Published: 2026-10-24T02:11:16.000Z
- Updated: 2026-10-24T02:11:16.000Z
- Author: RoadMe
- Tags: #de, Reiserouten, #zurich

Zürich hat zwei Botanische Gärten. Welcher besser passt, hängt vor allem vom Zweck des Besuchs ab. Der Alte Botanische Garten an der Pelikanstrasse 40 bietet eine grüne Pause im Zentrum, mit alten Bäumen, einem Hügel und einem historischen Heilpflanzengarten. Der neuere Universitätsgarten an der Zollikerstrasse 107 eignet sich für einen eigenen Pflanzenbesuch mit Freilandanlagen und markanten Kuppel-Schauhäusern.

Es handelt sich um zwei verschiedene Adressen, nicht um benachbarte Teile desselben Parks. Beide Gärten sind kostenlos zugänglich, doch Gelände und Gebäude haben unterschiedliche Öffnungszeiten. Für tropische Pflanzen unter den Kuppeln wählen Sie den neuen Garten und kommen während der Schauhauszeiten. Für einen ruhigeren Abschnitt innerhalb eines Spaziergangs durch die Innenstadt reicht oft der alte. Beide zusammen sind eine Möglichkeit, kein Pflichtprogramm.

## Zuerst die Rolle im Tagesplan bestimmen

> Mit [RoadMe](https://roadme.io/?ref=roadme.io) erstellen Sie einen persönlichen Plan für die ganze Reise nach Interessen und Tempo. Der Garten kann eine kurze Pause oder der wichtigste Naturbesuch des Tages sein, mit eigener Zeit für Anreise und Erholung.

Als erste Orientierung lassen sich für den alten Garten ungefähr dreissig Minuten bis eine Stunde einplanen, für den neuen mit Schauhäusern etwa eineinhalb bis zwei Stunden. Das sind redaktionelle Vorschläge, keine gemessenen Gehzeiten und keine vorgeschriebenen Besuchsdauern. Sie können bei einem Baum verweilen oder nur einen Teil des Geländes wählen. Kostenloser Eintritt bedeutet nicht, dass jede Abzweigung besucht werden muss.

Wenn Sie bereits zentrale Strassen erkunden, verändert die Fahrt zum neuen Garten den Tagesablauf: Es kommen ein eigener Weg und der Zugang von der gewählten Haltestelle hinzu. Das lohnt sich, wenn Pflanzen im Mittelpunkt stehen. Wer vor dem nächsten Termin nur im Grünen sitzen möchte, findet im alten Garten meist die passendere Lösung. Die Einbindung in den Tag zählt mehr als eine beworbene Artenzahl.

Sprechen Sie darüber vor dem Aufbruch mit Ihren Mitreisenden. Wer eine kurze Pause erwartet, möchte vielleicht keine längere Beschäftigung mit Pflanzenschildern, während Gartenbegeisterte mehr als einen flüchtigen Blick wünschen. Vereinbaren Sie einen ersten Abschnitt und die Möglichkeit, danach zu verkürzen. Ein gemeinsamer Besuch braucht keine identische Begeisterung für jedes Detail, aber eine verständliche Vorstellung davon, was geplant ist.

## Der alte Garten: gewachsene Bäume mitten in der Stadt

Der Alte Botanische Garten liegt an der Pelikanstrasse 40 im zentralen Bereich beim Schanzengraben. Er wurde 1837 angelegt. Alte und exotische Bäume prägen seinen Charakter und unterscheiden ihn von einer frisch bepflanzten Blumenanlage. Achten Sie auf Verzweigungen, Stammgrössen, Schatten und das Verhältnis offener und dichterer Bereiche. Ein interessanter Besuch muss nicht davon abhängen, eine bestimmte Blütezeit genau zu treffen.

Der Hügel war früher das zur Stadtverteidigung gehörende Bollwerk zur Katz. Diese ältere Funktion erklärt einen wichtigen Teil des Ortes: Aus einem Verteidigungsstandort wurde ein Raum für Pflanzen und Erholung. Für einen Spaziergang ist keine vollständige militärgeschichtliche Rekonstruktion nötig. Schon das ansteigende Gelände macht anschaulich, wie dieselbe Stadtfläche im Lauf der Zeit eine andere Aufgabe erhalten kann.

Halten Sie den Weg überschaubar: hineingehen, zwischen Bäumen spazieren, bei passenden Bedingungen und ausreichender Kraft höher steigen und eine Pause machen. Nicht jede Ecke muss dazugehören. Nasse Oberflächen oder müde Beine sind gute Gründe für eine kürzere Runde. Ein Innenstadtpark auf einem Hügel ist nicht automatisch eben oder von jedem Eingang gleich gut erreichbar. Wählen Sie den passenden Abschnitt für Ihre Gruppe.

![Illustration eines Reisenden beim Betrachten eines beispielhaften Kräuterbeets ohne Berührung](https://roadme.io/blog/content/images/2026/10/roadme-image-6310.webp)

## Gessner-Garten und historisches Palmenhaus

Am höchsten Punkt würdigt der Gessner-Garten den Zürcher Naturforscher und Stadtarzt Conrad Gessner, der von 1516 bis 1565 lebte. Die Heilpflanzen vermitteln Wissen aus dem 16\. Jahrhundert. Ein vertrautes Kraut erscheint dadurch in einem anderen Zusammenhang: als Teil der Geschichte von Naturbeobachtung, Beschreibung und Ordnung, nicht nur als Küchenzutat oder dekorative Beetpflanze. Diese Verbindung kann auch ohne botanische Vorkenntnisse interessant sein.

Eine historische Verwendung ist keine heutige medizinische Empfehlung. Lesen Sie die Informationen und vergleichen Sie Blattformen, ohne etwas zu probieren oder mitzunehmen. Mit einem Kind genügt eine einfache Frage: Worin unterscheiden sich zwei benachbarte Blätter? So entsteht eine Beobachtung statt einer Prüfung lateinischer Namen. Es geht darum, genauer hinzusehen und Pflanze und Erklärung zu verbinden, nicht um die richtige Bestimmung jedes Exemplars.

Das achteckige Palmenhaus entstand 1851 aus Holz und Glas und wurde 1877 durch eine Konstruktion aus Gusseisen ersetzt. Heute dient es vorwiegend Konzerten, Theater und Ausstellungen. Erwarten Sie dort deshalb keinen alltäglichen Tropenrundgang wie in den Kuppeln des neuen Gartens. Der Gebäudezugang folgt eigenen Bedingungen; die Universität nennt ausdrücklich eine Schliessung des Palmenhauses von Oktober bis Ende April.

Der alte Park selbst ist nach einem saisonalen Tagesplan geöffnet. Prüfen Sie die konkrete Adresse und das Besuchsdatum vor einem sehr frühen oder späten Aufenthalt. Öffentlicher Aussenraum bedeutet keinen Zugang rund um die Uhr, und offene Gartentore bestätigen kein geöffnetes Palmenhaus. Ist eine bestimmte Veranstaltung der Anlass, kontrollieren Sie deren Programm und Zugang getrennt vom gewöhnlichen Parkbesuch.

## Der neue Garten: Pflanzen als eigenes Reiseziel

Der Botanische Garten der Universität Zürich an der Zollikerstrasse 107 liegt in Riesbach oberhalb des östlichen Seeuferbereichs. Er wurde 1977 im ehemaligen Park der Villa Schönau eröffnet. Als Universitätsgarten dient er Forschung, Lehre und öffentlicher Vermittlung. Schöne Pflanzungen sind nur ein Teil seines Werts: Lebende Sammlungen ermöglichen den Vergleich von Formen und den Bedingungen, an die Pflanzen angepasst sind.

Wählen Sie eine überschaubare Frage statt einer vollständigen Kontrolle der Sammlung. Wie speichern Pflanzen Wasser? Welchen Unterschied sehen Sie zwischen grossen Blättern feuchter Standorte und kompakteren Formen trockener Gebiete? Für den Einstieg ist keine Fachsprache nötig. Erst schauen, dann die Erklärung am einzelnen Exemplar lesen. Ein sichtbarer Unterschied bietet einen zugänglichen Ausgangspunkt, während eine lange Namensliste schnell überfordern kann.

Das Gelände ist nicht eben. Der Betreiber weist darauf hin, dass hügelige Topografie und bekieste Naturwege für Rollstuhlnutzende anspruchsvoll sein können. Zugleich gibt es treppenlose Wege, Rampen und einen öffentlichen Lift von den geeigneten Parkplätzen zur Cafeteria. Fragen Sie nach dem Eingang und dem Weg zum gewünschten Bereich. Konkrete Auskunft hilft mehr als eine pauschale Zusicherung vollständiger Zugänglichkeit oder ein vorschneller Verzicht.

Auch die Jahreszeit verändert den Besuch. Blumen, Blätter und Aktivitäten im Freiland entsprechen nicht dauerhaft einem Sommerfoto. Bei kühlerem Wetter können Rinde, Gehölzformen und immergrüne Pflanzen im Vordergrund stehen. Wählen Sie einige tatsächlich sichtbare Dinge, statt einem Bild aus einer anderen Jahreszeit nachzugehen. Aktuelle Mitteilungen der Universität sind die passende Stelle, um vor einer gezielten Anreise nach vorübergehenden Einschränkungen zu schauen.

## Die Kuppelhäuser haben einen eigenen Zeitplan

Drei auffällige Kuppeln sind das bekannteste Merkmal des neuen Gartens. Die Schauhäuser zeigen Pflanzen tropischer und trockener Regionen und erlauben einen Vergleich verschiedener Wuchsformen. Betrachten Sie Blattgrösse, Stängel und Wuchsweise. Es sind betreute Lebensräume für Sammlungen, kein unberührter Tropenwald. Auch garantiert ein Exemplar auf einer älteren Aufnahme nicht, dass genau diese Pflanze bei Ihrem Besuch zugänglich sein wird.

Die regulären Schauhauszeiten sind täglich 9:30–16:45 Uhr. Das Aussengelände kann länger offen bleiben; ein noch geöffnetes Gartentor garantiert daher keinen Zutritt zu den Kuppeln. Planen Sie eine sinnvolle Reserve vor dem Ende statt einer Ankunft an der Tür in letzter Minute. Technische Arbeiten oder besondere Änderungen können das Angebot beeinflussen. Prüfen Sie deshalb aktuelle Hinweise vor einer eigens dafür unternommenen Fahrt.

Die Häuser machen einen kühlen Tag interessant, aber der gesamte Aufenthalt findet nicht unter Dach statt. Von der Haltestelle und zwischen Gartenteilen gibt es Aussenwege. Geeignete Schuhe und Regenschutz helfen bei Nässe; in einem warmen, feuchten Innenraum kann es angenehmer sein, eine äussere Schicht auszuziehen. Halten Sie die Tasche nah am Körper, damit sie keine Pflanzen berührt und anderen den Durchgang lässt.

![Illustration eines Reisenden zwischen grossen Blättern in einem beispielhaften Kuppelhaus](https://roadme.io/blog/content/images/2026/10/roadme-image-6311.webp)

## Geländezeiten und Regeln für den Besuch

Im neuen Garten gelten regulär von April bis Oktober für das Freiland werktags 7–19 Uhr und samstags, sonntags sowie an allgemeinen Feiertagen 8–18 Uhr. Von November bis März sind es werktags 8–18 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen 8–17 Uhr. Die Häuser folgen dem kürzeren Zeitplan oben. Prüfen Sie Ausnahmen und die zu Ihrem Datum passende Saison, besonders bei früher oder später Ankunft.

Die Universität betont, dass ein Botanischer Garten kein Spielplatz ist. Kinder unter zwölf Jahren müssen von Erwachsenen begleitet werden. Ruhiges Betrachten mit einigen kurzen Fragen kann einen guten Familienbesuch ergeben, bewegungsreiche Spiele brauchen einen anderen geeigneten Ort. Hunde sind nicht erlaubt; ausgewiesene Assistenzhunde bilden eine Ausnahme. Wer das vor dem Aufbruch weiss, muss nicht erst am Tor den ganzen Tagesplan umstellen.

Sammeln Sie keine Pflanzen, probieren Sie keine Früchte und verlassen Sie zum Fotografieren nicht die erlaubten Wege. Ein vertrauter Alltagsname ist keine Erlaubnis, ein Exemplar anzufassen. Bleiben Sie für ein Foto dort stehen, wo andere vorbeikommen. Eine lebende Sammlung ist zum Beobachten da, nicht zum Beschaffen eigener Proben. Diese Rücksicht hält auch einen kurzen Besuch angenehm und unterstützt die Pflege durch das Gartenteam.

## Lassen sich beide Gärten sinnvoll verbinden?

> Verteilen Sie mit [RoadMe](https://roadme.io/?ref=roadme.io) die ganze Reise nach Interessen und Tempo: Ein Garten kann der Hauptspaziergang sein, der andere eine kurze Pause an einem anderen Tag. Lassen Sie zwischen Eindrücken Platz für Essen und Erholung.

Beide zu verbinden lohnt sich, wenn der Unterschied selbst interessiert: historischer Innenstadtpark einerseits, universitäre Pflanzensammlung mit Schauhäusern andererseits. Es ist kein durchgehender Spaziergang auf demselben Grundstück. Rechnen Sie mit einem eigenen Fussweg oder einer Fahrt im öffentlichen Verkehr und prüfen Sie die aktuelle Verbindung anhand beider Adressen. Eine alte Tramnummer in einem archivierten Merkblatt ersetzt den Fahrplan des Reisetages nicht.

Wenn Sie beide besuchen, geben Sie zuerst dem neuen Garten einen Platz innerhalb der Schauhauszeiten. Ergänzen Sie den alten nur bei passenden Torzeiten und genügend Energie. Die umgekehrte Reihenfolge funktioniert ebenfalls, wenn vor 16:45 Uhr genug Zeit für Fahrt und ruhiges Betrachten bleibt. Zwei gehetzte Ankünfte sind nicht automatisch wertvoller als ein aufmerksamer Besuch. Dominiert der Transfer, verteilen Sie die Gärten lieber auf unterschiedliche Tage.

![Illustration eines Reisenden auf einer Bank am Wasser in einem beispielhaften Botanischen Garten](https://roadme.io/blog/content/images/2026/10/roadme-image-6312.webp)

Für eine grüne Pause im Zentrum wählen Sie den alten Garten, für unterschiedliche Pflanzenklimate und Kuppeln den neuen. Gutes Wetter lädt zu Freilandwegen ein; an kühlen Tagen werden die Schauhauszeiten besonders wichtig. Entscheiden Sie zuerst über die Art des Aufenthalts statt über lückenlose Abdeckung. Dann bietet der Garten die Erholung, Beobachtung oder neue Erkenntnis, wegen der Sie überhaupt ins Grüne abgebogen sind.