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# Charonne: Spaziergang zur alten Kirche und zum kleinen Friedhof
- URL: https://roadme.io/blog/de/charonne-paris-spaziergang-kirche-kleiner-friedhof/
- Published: 2026-10-13T12:19:17.000Z
- Updated: 2026-10-13T12:19:17.000Z
- Author: RoadMe
- Tags: #de, Reiserouten, #paris

Charonne eignet sich für einen Pariser Spaziergang, bei dem Sie ein kleines Viertel aufmerksam kennenlernen können. Die Rue Saint-Blaise führt auf eine alte Kirche zu, deren früherer Pfarrfriedhof noch unmittelbar daneben liegt. Straße, Kirche und Friedhof erzählen gemeinsam von einem Dorf, das Teil der Hauptstadt wurde und einige seiner früheren räumlichen Beziehungen bewahrt hat.

Planen Sie ungefähr zwei Stunden zwischen den Metrostationen Maraîchers und Gambetta. Die wichtigsten Stationen sind die Rue Saint-Blaise, die Kirche Saint-Germain de Charonne und der Friedhof von Charonne. Der Spaziergang findet tagsüber statt und umfasst die Kirche von außen sowie einen kurzen Friedhofsbesuch. Ein Blick ins Kircheninnere ist je nach Gottesdienst möglich. Ein ausführliches Essen oder ein weiterer Rundgang über Père-Lachaise benötigt zusätzliche Zeit.

## Zwei Stunden durch das alte Charonne

Beginnen Sie an Maraîchers auf der Metrolinie 9\. Folgen Sie der Rue des Pyrénées zur Rue Vitruve und gehen Sie auf Vitruve in Richtung Rue Saint-Blaise. An der Kreuzung, nahe der Place des Grès, nehmen Sie Saint-Blaise zur Kirche. Der Glockenturm gibt dem Weg ein gut erkennbares Ziel. Prüfen Sie an Kreuzungen trotzdem die Straßennamen und achten Sie beim Überqueren auf den Verkehr.

Die Kirche steht an der Adresse 4 Place Saint-Blaise. Betrachten Sie sie zunächst vom Platz aus und gehen Sie anschließend kurz hinein, falls die Situation es erlaubt. Für den Friedhof nutzen Sie den Haupteingang an der 119 Rue de Bagnolet. Verlassen Sie ihn später durch dasselbe Tor, folgen Sie Bagnolet zur Rue des Pyrénées und gehen Sie diese hinauf zur Place Gambetta. Dort endet der Weg an der Metro Gambetta mit den Linien 3 und 3bis.

Eine mögliche Aufteilung sieht 25 Minuten für Saint-Blaise, 25 für die Kirche, 25 für den Friedhof und 45 für sämtliche Wege, eine kurze Pause und den abschließenden Gang zur Metro vor. Beim Kirchenstopp sind 15 Minuten draußen und zehn optionale Minuten drinnen vorgesehen. Insgesamt 120 Minuten sind eine Planungsschätzung, keine gemessene Dauer. Rechnen Sie die Anreise von Ihrer Unterkunft nach Maraîchers gesondert hinzu.

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Bei einem gewöhnlichen Tagesablauf bietet 14–16 Uhr einen sinnvollen Anhaltspunkt. So bleibt Zeit bis zur Friedhofsschließung, und die übliche Sonntagsmesse am Vormittag wird vermieden. Eine zugängliche Kirche ist damit nicht garantiert: Hochzeiten, andere Feiern oder vorübergehende Einschränkungen können den Innenbesuch verhindern. Behalten Sie dann den Außenstopp bei und gehen Sie weiter, ohne auf das Ende einer Zeremonie zu warten.

## Was vom früheren Dorf erkennbar bleibt

Charonne wurde 1860 nach Paris eingemeindet. Zuvor bestand hier ein Dorf, und an den umliegenden Hängen wuchsen Weinreben. Für diesen Spaziergang ist die Beziehung der Orte aufschlussreicher als ein Verzeichnis früherer Berufe. Die Straße führt zur Kirche, der Friedhof liegt daneben. Diese Anordnung hilft zu verstehen, wie Alltag und gemeinschaftliche Anlässe räumlich zusammengehörten.

Zugleich gehen Sie durch ein heutiges Wohnviertel. Kleine Häuser stehen neben größeren Bauten, Cafés und gewöhnlichem Straßenverkehr. Ein vollkommen unverändertes mittelalterliches Dorf zu erwarten, würde einen Teil des Reizes übersehen. Ältere Straßenverläufe und einzelne Gebäude funktionieren weiter innerhalb einer wachsenden Stadt. Achten Sie auf diese Verbindungen zwischen den Epochen, statt alles Moderne aus dem Blick auszublenden.

Wählen Sie eine Frage als Begleiter: Was lässt diesen Straßenabschnitt überschaubar wirken? Seine kurze Perspektive, die Größe der Türen, die Nähe der Fassaden oder der Turm über den Dächern? Sie müssen nicht jedes Baudetail untersuchen, um eine Antwort zu finden. Einige aufmerksame Stopps geben dem Weg eine persönliche Richtung und helfen, sich an ein Viertel statt nur an Kartenpunkte zu erinnern.

## Rue Saint-Blaise: der Perspektive folgen

Im Mittelpunkt steht der Abschnitt zwischen der Rue Vitruve und der Kirche. Kleinere Fassaden und der Anstieg zum Glockenturm geben ihm eine klare visuelle Richtung. Weiter entlang Saint-Blaise zum Boulevard Davout verändert sich die Bebauung. Dieser kurze nordwestliche Teil genügt, um das Thema beizubehalten, ohne die zwei Stunden auf das gesamte Quartier auszuweiten.

Halten Sie einmal am Anfang des Abschnitts und noch einmal näher am Kirchenplatz an. Sehen Sie zuerst die gesamte Straßenperspektive an und danach, wie Ziegeldach und Turm im Blickfeld näher an die Wohnhäuser rücken. Die Kirche erscheint über alltäglichen Fassaden. Dadurch wirkt sie als Teil einer bewohnten Straße und weniger als einzelnes Denkmal, das nur wegen eines Fotos besucht wird.

Der Name Saint-Blaise geht auf eine dem Heiligen geweihte Kapelle in der Kirche zurück; den heutigen Straßennamen gibt es seit 1867\. Manche ältere Häuser stammen aus dem 18\. Jahrhundert. Restaurierungen und Umbauten haben das Straßenbild jedoch ebenfalls geprägt. Historische Wirkung bedeutet daher nicht, dass jede Fassade unverändert aus dem Mittelalter erhalten wäre. Dieser kleine Zusammenhang reicht für eine erste Erkundung aus.

Tragen Sie Schuhe, die auf unregelmäßigem Pflaster bequem sind. Wählen Sie Fotopositionen, die Türen, Cafézugänge und den Gehweg freihalten. Terrassen und Pflanzen gehören zum täglichen Straßenleben, können aber ihr Aussehen ändern. Beobachten Sie lieber die Nutzung des Raums, als die Dekoration auf einem älteren Bild genau wiederfinden zu wollen.

Für einen Kaffee bietet sich hier eine kurze Pause vor dem Friedhof an, sofern ein Lokal an Ihrem Besuchstag geöffnet ist. Langes Warten auf die Bedienung oder ein vollständiges Mittagessen braucht zusätzliche Zeit. Der Plan hängt von keinem bestimmten Betrieb ab: Seine Hauptsache sind die Straße und die allmähliche Annäherung an die Kirche. Eine kleine Pause hilft, die Aufmerksamkeit für den nächsten Stopp zu bewahren.

![Ein Reisender trinkt Kaffee in der Rue Saint-Blaise mit Blick auf die Kirche](https://roadme.io/blog/content/images/2026/10/roadme-image-157.webp)

## Saint-Germain de Charonne: über Jahrhunderte gewachsen

Saint-Germain de Charonne besitzt einen mittelalterlichen Kern, entstand aber in mehreren Etappen. Gotische Teile aus dem 13\. und 15\. Jahrhundert verbinden sich mit Elementen anderer Zeiten. Diese Einordnung ist genauer als die Vorstellung eines einzigen Gebäudes aus dem 12\. Jahrhundert, das niemals verändert wurde. Betrachten Sie vom Platz aus Turm, Dach und Eingang als unterschiedliche Bestandteile einer langen Baugeschichte.

Der Glockenturm mit dem steilen Dach ist schon beim Herangehen über Saint-Blaise sichtbar. Am Eingang fallen Treppe, heller Stein und die klassische Gestaltung des Portals auf. Nach einem Brand im 18\. Jahrhundert verschwand der frühere westliche Zugang, während auf der Südseite ein neuer entstand. Das erklärt, weshalb der heutige Eingang anders als viele übrige Bauteile nicht gotisch aussieht.

Beginnen Sie mit genügend Abstand, um den Gesamtkörper zu sehen, soweit der Platz dafür Raum bietet. Nähern Sie sich anschließend der Treppe und vergleichen Sie die horizontalen Linien des Portals mit der senkrechten Betonung des Turms. Es ist nicht nötig, jede Einzelheit zu fotografieren. Eine Gesamtansicht und ein ausgewähltes Detail passen besser zum Spaziergang als ein vollständiges Architekturverzeichnis in einer Viertelstunde.

Ist die Kirche geöffnet und findet kein Gottesdienst oder eine andere Feier statt, können Sie für wenige Minuten hineingehen. Achten Sie auf die Räume der Kirchenschiffe und das Licht der Glasfenster. Die heutigen Fenster entstanden zwischen 1950 und 1958\. Sie zeigen, dass die Geschichte des Hauses im 20\. Jahrhundert weiterging. Alte Architektur und jüngeres farbiges Licht geben einem kurzen Besuch genug Inhalt, ohne jedes Kunstwerk zu suchen.

Die Kirche bleibt ein Ort des Gebets. Gehen Sie leise hinein, beachten Sie Hinweise und betreten Sie keine belegten Bereiche für einen besseren Kamerawinkel. Bei geschlossenen Türen oder laufenden Zeremonien vermittelt der Außenblick bereits den wesentlichen Zusammenhang. Ihr verkürzter Weg kann dann etwas weniger als zwei Stunden dauern. Sie müssen freie Minuten nicht künstlich füllen oder warten, bis ein Innenbesuch möglich wird.

## Der kleine Friedhof an der Kirche

Eine alte Pfarrkirche mit ihrem direkt angrenzenden Friedhof ist in Paris ungewöhnlich. Hier verbindet dieses Nebeneinander das Gebäude mit seiner örtlichen Gemeinschaft. Der Friedhof wurde 1791 kommunal und 1860 zusammen mit Charonne Teil von Paris. Sehen Sie ihn als Fortsetzung des alten Dorfkerns, ohne ihn mit dem viel größeren Père-Lachaise vergleichen zu müssen.

Reservieren Sie ungefähr 25 Minuten für einige zugängliche Wege. Von dieser Seite verändert sich die Kirche: Nahe Steinmauer, Dachflächen und Grabsteine im Vordergrund treten an die Stelle der Straßenperspektive. Ein neuer Blickwinkel macht dasselbe Gebäude anders verständlich. Dafür brauchen Sie weder jedes Grab zu besuchen noch vorher eine Liste mit Namen zusammenzustellen.

Der Friedhof wird weiterhin genutzt, und Angehörige können hier trauern. Sprechen Sie leise, lassen Sie anderen Raum und halten Sie private Zeremonien aus Ihren Fotos heraus. Bleiben Sie auf den Wegen, setzen Sie sich nicht auf Grabsteine und verändern Sie keine Blumenarrangements. Essen Sie außerhalb. Wenn Besucher oder Arbeiten einen Bereich beanspruchen, wählen Sie einen anderen verfügbaren Weg.

Die Anzahl berühmter Gräber bestimmt den Wert dieses Besuchs nicht. Interessant ist hier das Nebeneinander von Kirche, kleinem Begräbnisplatz und umliegendem Wohngebiet. Nach einigen aufmerksamen Beobachtungen können Sie zum Tor zurückkehren. Ein kurzer, respektvoller Aufenthalt lässt genügend Zeit für den letzten Wegabschnitt und verhindert eine hastige Abreise kurz vor der Schließung.

![Ein Reisender mit Kamera betrachtet die Kirche vom Friedhof Charonne aus](https://roadme.io/blog/content/images/2026/10/roadme-image-155.webp)

## Öffnungszeiten und praktische Zugänge

Nach der Prüfung vom 13\. Oktober 2026 gelten für die Kirche folgende veröffentlichte Öffnungszeiten: Montag 9–19.30 Uhr, Dienstag bis Samstag 8–19.30 Uhr, Sonntag 8.30–19.30 Uhr. Gemeint ist die Gebäudeöffnung, nicht ein freier Rundgang während des Gottesdienstes. Prüfen Sie für einen gesonderten Innenbesuch den Pfarrkalender. Bürozeiten und Gottesdienste sind andere Angaben.

Beim Friedhof nennt der veröffentlichte Zeitraum vom 16\. März bis 5\. November 2026 Montag bis Freitag 8–18 Uhr, Samstag 8.30–18 Uhr und Sonntag 9–18 Uhr. Fünfzehn Minuten vor Schluss endet der Einlass und beginnt die Räumung. Für eine spätere Reise prüfen Sie den saisonalen Kalender, statt den abendlichen Zeitpuffer des Sommers auf den Winter zu übertragen.

Der Haupteingang liegt an der 119 Rue de Bagnolet. Der zusätzliche Eingang am Chemin du Parc-de-Charonne dient auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität, doch einige Bereiche bleiben schwer zugänglich. Im Friedhof gibt es keine Toiletten. Steigungen, Pflaster und die Eingangstreppe der Kirche verlangen eine persönliche Einschätzung; der gesamte Weg und seine Metrostationen sind nicht pauschal als stufenlos anzusehen.

## Charonne in Ihre Reise einbauen

Für den einfachen Spaziergang über öffentliche Straßen und durch den Friedhof benötigen Sie kein Eintrittsticket. Kaffee, Mahlzeiten und besondere Aktivitäten sind weitere Ausgaben. Verkürzen Sie bei Regen die Außenstopps und achten Sie auf nasses Pflaster. Die Kirche ist kein garantiert zugänglicher Schutzraum. Bei einer unerwarteten Friedhofsschließung bleiben Straße und Kirchenaußenseite als kleinerer Rundgang.

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Beenden Sie den Weg an Gambetta. Für einen anderen Blick auf Pariser Friedhöfe reservieren Sie einen eigenen Termin für unseren [zweistündigen Rundgang über Père-Lachaise zu bekannten Gräbern](https://roadme.io/blog/de/pere-lachaise-zwei-stunden-rundgang-graeber/). Die Wege erfüllen verschiedene Wünsche: Charonne zeigt die Verbindung von Straße, Pfarrei und früherem Dorf, Père-Lachaise eine größere Erinnerungslandschaft. Lassen Sie nach dem kleineren Spaziergang genug Spielraum, um den weiteren Tag nach Energie und Interessen zu gestalten.